Vergleichen Sie direkte und indirekte Amortisation — mit Steuereffekt, Säule 3a und Vermögensentwicklung über 15 Jahre.
Standard: Maximum CHF 7'258/Jahr
In der Schweiz muss die 2. Hypothek (der Anteil über 66.7% des Belehnungswerts) innerhalb von 15 Jahren zurückgezahlt werden. Diese Rückzahlung nennt man Amortisation. Dabei haben Sie zwei Möglichkeiten: die direkte und die indirekte Amortisation.
Bei der direkten Amortisation zahlen Sie regelmässig einen Teil der Hypothek an die Bank zurück. Die Restschuld sinkt, und damit auch die Zinsbelastung. Der Nachteil: Mit sinkender Schuld reduziert sich auch der Schuldzinsabzug bei der Steuererklärung.
Bei der indirekten Amortisation zahlen Sie statt an die Bank in ein Säule-3a-Konto ein. Die Hypothek bleibt unverändert, und das 3a-Guthaben wird der Bank als Sicherheit verpfändet. Am Ende der Laufzeit (oder bei Pensionierung) lösen Sie das 3a-Konto auf und bezahlen die Hypothek in einem Schritt zurück.
Der Vorteil: Sie profitieren von einem doppelten Steuerabzug — Schuldzinsen bleiben voll abzugsfähig, und die 3a-Einzahlung ist zusätzlich steuerlich absetzbar. Ausserdem erwirtschaftet das 3a-Depot eine Rendite.
Indirekte Amortisation lohnt sich in den meisten Fällen, besonders wenn:
Je höher die Differenz zwischen 3a-Rendite und Hypothekarzins, desto grösser der Vorteil der indirekten Amortisation.
Angestellte können maximal CHF 7'258 pro Jahr (Stand 2025/2026) in die Säule 3a einzahlen. Dieser Betrag ist vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abziehbar — unabhängig vom Kanton. Die Steuerersparnis hängt vom persönlichen Grenzsteuersatz ab und beträgt typischerweise CHF 2'000–3'000 pro Jahr.